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lebt in Wien. Mitterer studierte Orgel, Komposition und Elektroakustik in Wien und Stockholm und gehört in Österreich nicht nur zu „den“ Spezialisten für Elektronik, gleichermaßen virtuos an Tasten und Reglern, sondern auch zu den innovativsten Komponisten. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Komposition und offener Form, neben Orgel- und Orchesterstücken, einem Klavierkonzert oder einer Oper hat er elektronische Stücke produziert, Klanginstallationen konzipiert, in diversen Formationen kollektive Improvisation betrieben und eine Sprache der Extreme, der Spannung, der Vielschichtigkeit entwickelt.Seine Experimentierfreudigkeit bringt ihn dazu, Gegensätz- liches zu unvorhersehbaren musikalischen Ereignissen zusammen zu spannen, etwa, indem er in einer groß angelegten Komposition Musikkapellen und Kinderchöre spezialisierten Instrumentalisten und Sängern gegenüber stellt, während er selbst über Ringbeschallung den Raum mit live electronics bespielt. Zu weit mehr als einem spektakulären Event macht das seine musizierende Präsenz sowie die hohe Intensität und Komplexität seiner Musik, die unter die Haut geht. Das Aushorchen von leisen Klängen hat ebenso Platz wie das „Montieren“ explodierender Klangfetzen „im Hirn“ der Hörer. Weitab von Gefälligkeit ist Mitterers Musik doch zuweilen unheimlich-schön.
von Milena Meller |
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donaueschingen, SWR-jazz-session: „radio fractal/beatmusic“ wiener festwochen: „massacre“ klangspuren schwaz: „silbersandmusik“ für 5 blaskapellen, kinderchor, quintett, electronics, orgel, ... transart bozen: „espirando“ mit saburo teshigawara züricher theaterspektakel: „bienen“, modeschau von lisa d.  theater basel: " crushrooms" musiktheater nach texten von albert ostermeyer philharmonie luxemburg: "nosferatu" für orgel und electronics inventionen berlin: "labyrinth 4" für electronics odeon wien: „ciao mama“, musik für das serapionstheater wien modern: musik zum stummfilm "nosferatu" donaueschingen: „konzert fuer klavier, orchester und electronics“ zeitfluss festival salzburg: „radio fractal/beat music“ tiroler festspiele erl: „horizontal noise“ für waldarbeiter, blaskapelle, kinder, frauen, darsteller, 3 soprane, und 19-kanalzuspielungen burg ottenstein: klanginstallionen für die niederoesterreichische landesausstellung philharmonie köln: orgelkonzert mit stücken von bach, etc. sophienkirche berlin: konzert für orgel und electronics, „mixture“ und passacaglia von j. s. bach steirischer herbst graz: „white foam“, musiktheater mit la fura dels baus musikfest hamburg: „www.bwv.org“, j. s. bach und mitterer für orgel und electronic tiroler festspiele erl: „vertical silence“ für 1 blaskapelle, 4 opernsänger, kinderchor, bewegungschor, mopeds, lkw, bagger, jaeger inventionen berlin: klanginstallation „zeit vergeht“ oper darmstadt: „ka und der pavian“ wien modern/eislaufplatz: „modemusik 1“, show von lisa d. wien modern/votivkirche: „ka und der pavian“, SWR-chor stuttgart und ensemble modern fluctuations los angeles: mit w. reisinger und roscoe mitchell stiftskirche stuttgart: „mixture 1-4“, für orgel + electronics oris jazzfestival london: „grand jeu“ für orgel + electronics klangspuren schwaz: „fisis“ villgrater kulturwiese: „waldmusik“ jazzfestival wien: „off limits“ etc.
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tiroler landespreis für kunstelektronikpreis 2002 musikforum viktring daad stipendien berlin staatsstipedium für komposition emil berlanda preis preis für musik der stadt wien 2004 erste bank kompositionspreis preis der dt. schallplattenkritiketc.
 orf pasticcio-preis für die produktion "coloured noise" österreichischer kritikerpreis für "santo subito"
 prix italia für "santo subito"
 prix europa für "santo subito"
 etc. |
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Wolfgang Mitterer wurde 1958 in Lienz in Osttirol geboren und wuchs im Umfeld von bodenständiger Kirchen- und Blasmusik auf. 1977 lenkte er sein Interesse an der Orgel in die geregelten Bahnen eines Instrumentalstudiums in Graz, ein Jahr später wechselte er an die Musikhochschule Wien und studierte Orgel bei Herbert Tachezi und Komposition bei Heinrich Gattermeyer.
1983 ging er zur Erforschung von Elektroakustik an das EMS Stockholm, 1988 verbrachte er ein Jahr als Stipendiat des Unterrichtsministeriums in Rom. Zu dem Zeitpunkt befand sich Wolfgang Mitterer bereits auf einer aufregenden musikalischen Reise durch experimentelle Regionen und war als Mitbetreiber von kollektiven Ensembles in verschiedenen stilistischen Grenzbereichen zwischen Jazz, Volksmusik, New Wave und Geräuschmusik unterwegs. Er musizierte mit Gruppen wie „Hirn mit Ei“, „Call Boys Inc.“, „Pat Brothers“, „Dirty Tones“, „Matador“ und mit Musikerin- nen und Musikern wie Linda Sharrock, Gunter Schneider, Wolfgang Reisinger, Klaus Dickbauer, Hozan Yamamoto, Tscho Theissing und Tom Cora.
Das Unvorhersehbare und Unerwartete als Auslöser von musikalischen Prozessen prägt Wolfgang Mitterers Musik. Er vernetzt instrumentale und vokale Live-Ensembles mit elektronischen Ringbeschallungen, setzt Sägewerke und alte Kirchenorgeln in neue Klangbewegung und bindet Tausende Choristen und mehrere Blasmusikkapellen in seine kompositorischen Aktionen ein. Improvisation überlagert fixierte Notation.
Er hat regelmäßig Performances als Solist und Auftritte im Kollektiv bei internationalen Festivals und Konzert- häusern und erhält Aufträge zu Kompositionen von bedeutenden Kulturveranstaltern wie den Wiener Fest- wochen, dem Steirischen Herbst, Wien modern, dem Wiener Konzerthaus, den Tiroler Festspielen Erl, den Klangspuren Schwaz, dem ORF, WDR und SRG. Für sein Wirken als Musiker und Komponist erhielt er u. a. den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, ein Staatsstipendium der Republik Österreich, einen Preis der Ars Electronica, den Max-Brand-Preis, den Prix Futura Berlin und den Emil-Berlanda-Preis.
Der Werkkatalog Wolfgang Mitterers umfasst inzwischen mehr als 100 Werke für verschiedenste Beset- zungen, von der „Amusie“ für sechs Musiker, Lautsprecher und kaputte Kirchenorgel über „und träumte seltsam“ für Sopran, kleinen Chor und Ensemble, „Ka und der Pavian“ für Chor, 13 Musiker und Ring- beschallung, „Net-Words 1-5“ für elf Spieler und Acht-Kanal-Band bis zu „Fisis“ für Symphonieorchester und der Oper „Massacre“ (Uraufführung 2003 bei den Wiener Festwochen).
Inzwischen arbeitet Wolfgang Mitterer bereits an einem weiteren Musiktheater-Auftrag: Im März 2005 wird am Theater von Basel „Crushrooms“ herauskommen. Für das Streichquartett des Klangforum Wien komponiert er derzeit „String Quartet 1.3.“, das unter Einbeziehung von diverser Elektronik am 19. Juni 2004 im Wiener Konzerthaus im Rahmen der Reihe „generator“ uraufgeführt wird. Für eine große Beset- zung des Klangforum Wien und Elektronik schreibt er eine „Brachialsinfonie“, deren Uraufführung im Herbst 2005 geplant ist. Wolfgang Mitterer lehrte „Musik und Computer“ an der Musikuniversität Wien.
Erschienen anlässlich der Uraufführung von „Sunrise“, der Filmmusik zu Murnaus gleichnamigem Film. Von Rainer Lepuschitz |
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